Farbe im Raum

Kinder mit grüner Gesichtsbemalung, grüner Kleidung und geheimnisvollen Mützen – raten Sie einmal, in welcher Farbe – bewegen sich ungewöhnlich entspannt und ausgeglichen durch das Schulhaus. Ihr Ziel sind das Klassenzimmer und der Gruppenraum der 1d. Dort angekommen, umgibt sie eine besondere Stimmung. Magie? Zauberei?

Sie ahnen es schon: Es hängt mit der Wirkung der Farbe zusammen. Grüne Gegenstände, Pflanzen, Bilder, Tücher und Collagen tauchen den gesamten Raum in ein angenehm grünes Licht. Hintergrund dieser Aktion ist die Kunst-Projektwoche der BIP Kreativitätsgrundschule Dresden, über die dieser Artikel nun berichtet.

Die Klassenstufe 1 reiste in das sogenannte Vierfarben-Land. Mit der grünen Farbe und damit verschiedensten Grüntönen befasste sich in dieser Woche die 1d, mit Blautönen die 1c, gelbe Farbe beschäftigte die 1b intensiv; die 1a erkundete den roten Farbbereich. Die Klassen unternahmen Exkursionen, suchten und fotografierten Gegenstände oder Phänomene der entsprechenden Farbe in der Natur, erstellten Collagen, mischten Farbtöne, kneteten Fantasiefiguren, malten Bilder. Zahlreiche Werke entstanden. Am Freitag wurde ein großes Projekt-Frühstück organisiert, indem jede Klasse einen Tisch mit Leckereien in der entsprechenden Farbe deckte, die dann allen zur Verfügung standen. In der Fotogalerie können Sie sich davon überzeugen. Ein herzliches Dankeschön gilt den Eltern, die dabei mitgewirkt haben.

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Den Naturfarben verschrieben sich die zweiten Klassen in der Projektwoche. Die 2a stellte Farben mit Pflanzen und Pigmenten aus Erde und Stein her, arbeitete mit Lehm (Lehmgesichter an Bäumen) und übte sich in steinzeitlicher Höhlenmalerei. Außerdem wurden kleine Bücher mit Farbproben hergestellt, genau wie in der 2d. Die hatte sich jedoch zum Ziel gesetzt, Farben ausschließlich aus Lebensmitteln zu gewinnen. Dies bringt den angenehmen Nebeneffekt mit sich, dass hier Naschen erlaubt ist. Die farbliche Gestaltung der Kindermünder bewies, dass davon auch ausgiebig Gebrauch gemacht wurde. Mit selbst gebauten Malwerkzeugen (Pinsel aus Holz und anderen Naturmaterialien) wurde das mühsam geschöpfte Papier gestaltet. Kurzanleitung zum Papierschöpfen: Papier zerkleinern, einweichen (Pulpe entsteht), mit Schöpfrahmen abschöpfen und trocknen lassen. Probieren Sie es unbedingt selbst einmal aus. Die Klassen 2b und 2c befassten sich darüber hinaus mit Portraitzeichnungen. Auf der Grundlage von Alexej Jawlenskys "Abstraktem Kopf" entwickelten die Kinder ein sogenanntes Kompositionsschema. In der 2c untersuchten die Schüler, wie Linien und Formen den Gesichtsausdruck (lustig, wütend, traurig, erschrocken) beeinflussen; in der 2b lag der Schwerpunkt auf der Wirkung verschiedener Farben auf zum Ausdruck gebrachte Gefühle in der Portraitzeichnung.

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Mit Graffiti-Kunst setzten sich die Klassen 3a, 3b und 3c intensiv auseinander, was eine große Vorlaufzeit im Rahmen des Unterrichtfaches "Bildkünstlerisches Gestalten" erforderte. Die Schüler entschieden sich entweder dafür, Buchstaben zu gestalten, oder Comicelemente mit Schriftzügen zu kombinieren. Als Trägermaterial kamen Zinkplatten von 0,7 mm Stärke zum Einsatz. Diese wurden mit Hilfe von vorher angefertigten Papiervorlagen ausgeschnitten. Mehrere Farbschichten (Layer) mussten gesprüht werden. Selbst erstellte Schablonen sorgten für das gewünschte gestalterische Ergebnis. Mit Hilfe von Acryl-Markern (vorher schütteln!) wurden abschließend die Konturen verstärkt und geschärft sowie Leuchteffekte hinzugefügt. Selbstverständlich trugen Schüler und Lehrer Schutzmasken und Handschuhe beim Aufsprühen der Farbe.

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Der Schaffung von Holzskulpturen widmeten sich die Klassen 4b und 4c. Sie bohrten nicht nur dicke Bretter im Werkraum, sondern raspelten, feilten, sägten und schliffen sie auch in fantasievoller Weise. Nach Vollendung der Form wurde zunächst mit weißer Farbe grundiert. Durch gezieltes Mischen von Acrylfarben sollten anschließend Farbverläufe erzeugt werden. Die Klasse 4b beschränkte sich dabei bewusst auf Blautöne, die 4c auf grüne Farbtöne.

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Sieben massive Baumstämme von etwa fünf Metern Länge sorgten im Schulgarten für eine Absperrung. Das Projekt der Klassen 3d und 4a bestand darin, dieses wetterbeständige Robinienholz zu bearbeiten (feilen, raspeln, sägen, bemalen). Nachdem sich die Schüler im Vorfeld mit dem 80s Pop Art Künstler Keith Haring beschäftigt hatten, entwarfen sie je eine von ihm inspirierte Figur zunächst auf Papier und schnitten sie aus. Die entstandene Vorlage diente der Übertragung auf Zinkblech, wo die Figuren wiederum mit einer Blechschere ausgeschnitten und anschließend gewölbt wurden, damit sie sich an das Holz "anschmiegen" können. Die mit Farbe besprühten Figuren werden später am bereits gestalteten Robinienstamm befestigt, so dass ein säulenförmiges Werk entsteht. Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen. Bis zum Grünen Tag am 5. Mai wird es weiter bearbeitet. Geplant sind sieben Stelen, die je ein Schulfach aus dem kreativitätspädagogischen Zusatzprogramm symbolisieren sollen.

(Karsten Goll)

 

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