Das vermeintlich verlorene Musical

"Die vier fünf Ungleichen" sollte auf den Flyern zur Uraufführung zu lesen sein. Ein Titel, der, passend zur unserem Jahresthema der Erforschung der 4 Elemente, stutzen ließe und verheißungsvoll fiebernd der Lösung des Rätsels dieser "fünf" entgegeneiferte.

Alles war bereitet: die vier Elemente mit den Kindern erforscht, die Figuren angelegt, die lustige Leitgeschichte entwickelt, das Libretto und die Musik geschrieben, die Requisiten gebaut, die Rollen gewählt sowie gemeinsam mit den Tänzen, Liedern und Sprecherszenen liebevoll und akribisch erarbeitet und jedes für sich zur Auftrittsreife geführt. Selbst die Flyer bedurften nur noch des Drucks auf die Tastatur des Kopierers, um die Zuschauer in die Welt unserer Kinder und Kollegen zu entführen. Und dann kam das, womit keiner rechnen konnte von weit her nun immer näher zu uns und stellte unser aller Lebendig-Sein auf eine harte Probe. Die Corona-Epidemie verbreitete Angst und Ungewissheit. Um uns zu schützen mussten wir alle zu Hause bleiben und vieles, was uns so am Herzen gelegen hatte, wurde ein Opfer der konsequenten Maßnahmen, unsere Gesundheit und Leben zu schützen. Dazu zählte auch dieses einmalige Musical, das aufgrund der zeitlichen Gebundenheit seiner Akteure an unsere Kita und der thematischen Rahmenbedingungen in dieser Form unwiederholbar aufgegeben werden musste. Der Schmerz darüber, dieses Musical verloren zu haben, lässt sich nur ertragen, wenn wir bedenken, was wir dafür erhalten und gewonnen haben.

Zu den Dingen, die uns selbst das Coronavirus nicht mehr nehmen konnte, gehören die vielen Ideen, der Schweiß und der Stolz auf die gemeinsame Arbeit am Musical und all das Wissen und Können, also unsere Erfahrungen und Werte, die wir errungen haben. Nein, das Musical ist nicht verloren, weil die Arbeit daran in unserem Denken und Fühlen erhalten geblieben ist und unmerklich in unser künftiges Handeln wieder mit einfließt. Und da es so ist, gilt es, sich in die Zukunft gedacht daran auch mit Hilfe dieser folgenden Gedankenstützen und Bilder zu erinnern:

"Eine düstere Gestalt betritt die Bühne. Es ist Kelvin der 0te. Er ruft die vier Herrscher über die Elemente herbei: Luftfee, Erdenkind, Feuerteufel und Wassergeist. Auch derer vier sind die Vorschulfreunde, die sich treffen: Jule und Krealino sowie das Rabenpaar Peter und Pepita. Jede dieser hält ein anderes der vier Elemente für ganz besonders wichtig, ihrer Eigenschaften und Kräfte wegen. Sie wetteifern. Das macht hungrig. Schließlich halten sie Ausschau danach, ‚was die Natur so bietet‘. Pepita findet einen Fleischkloß. Jeder möchte etwas davon haben. Bald wird klar, dass keiner satt werden würde. So kommt Pepita auf die fabelhafte Idee, den Fleischklops zum Keimen zu bringen. Ein Fleischklöpschen-Baum soll entstehen und reiche Ernte winken. Doch wie den Klops zum Keimen bringen? Natürlich mit der Kraft der Elemente. Welches schafft es? Die Naturgewalten entfalten sich tänzerisch, musikalisch und darstellerisch. Keines der Elemente schafft es allein. Die vier Freunde werden nun auf Kelvin, den 0ten aufmerksam, der die ganze Zeit über stets im Hintergrund die Geschicke gelenkt und kommentiert hatte. In seinem Zorn als Herr über das fünfte Element von den Menschen bisher nicht erkannt worden zu sein, hatte er versucht zu verhindern, dass die Elemente gemeinsam wirken. Doch nun wird er enttarnt …

Im Zusammenwirken der nun erstmals fünf Elemente wächst eine Pflanze heran, die tatsächlich Früchte trägt. Welche dies und warum genau diese es sind? Das wird eine mögliche Neuaufnahme der Inszenierung der Öffentlichkeit offenbaren …"

(Helge Hartwig)

 

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