In den Septemberwochen 2026 beschäftigten sich unsere Vorschüler näher mit der Figurensprache des Schachspiels.
Ja, warum stehen auf dem Schachbrett eigentlich pro Seite zwei Springer, warum sehen die Läufer so spitzhütig aus und haben ein Kreuz drin? Warum stehen die Bauern eigentlich vor den anderen? Und warum können sich die Türme bewegen? Diese Fragen führten natürlich unversehens ein Stück in die Vergangenheit, eine ferne und doch in unseren Märchen und bei unseren Kindern sehr präsente: Ritter, Königinnen, König, Burgen! Jedes unserer Kinder wusste aus dieser Zeit vom Hörensagen und Sehen zu berichten. Und auch Neues sollte ihre Fantasie anregen. So erfuhren sie, dass die alte Königin nach dem Tod ihres Königs ihre zwei Königssöhne retten wollte. Diese waren auch im Erwachsenenalter immer noch zerstritten und wollten mit je ihrem Erbteil gegeneinander zu Felde ziehen. Sie hatten als Kinder nicht gelernt, miteinander auszukommen und alle sollten darunter leiden. Deshalb ersann die alte Königin eine List. Sie wollte ihnen beibringen, im Spiel ihre Kräfte zu messen. So würde keiner zu Schaden kommen ... Also bedurfte es des richtigen Spiels. Und siehe da ... Also hat sich die Königin das Spiel ausgedacht? Das mag so sein. Im Folgenden gab es wirklich viele Fragen zu klären und für manche Erklärungen bedurfte es sogar einer anderen Sprache. Wusstet ihr beispielsweise, dass ein Ritter früher nur der sein konnte, der auch ein Pferd sein Eigen nennt? Heißt deshalb der Springer im Englischen "knight"? Unsere Kinder kennen die Antwort.
(Helge Hartwig)










